Wandel

Unsere Welt verändert sich. Und auch die Kirche verändert sich.
Das ist auch nichts Neues. Sie hat sich schon immer verändert.
Martin Luther hat von der „ecclesia semper reformanda“ gesprochen.
Von einer Kirche, die sich immer wieder neu zu reformieren hat.
Ihr Auftrag und Markenkern bleibt derselbe, aber die Ausdrucksformen ändern sich.

Neue Formen

Seit einiger Zeit bilden sich neue Ausdrucksformen von Kirche wie z.B. Cafe-Kirchen, Jugendgemeinden, Initiativen in sozialen Brennpunkten, Netzwerken am Arbeitsplatz u.v.m.
Sie nennen sich „Fresh Expressions of Church“ (Neue Ausdrucksformen von Kirche) oder kurz „FreshX“. Diese Formen von Kirche sind ausgesprochen unterschiedlich. Aber sie haben auch einiges gemeinsam.

GEH-STRUKTUR: sie machen sich auf den Weg zu den Menschen
DIALOG: sie suchen die Begegnung auf Augenhöhe
KOOPERATION: sie vernetzen sich mit anderen lokalen und gesellschaftlichen Gruppen
GUTES TUN: sie fragen danach, was sie für ihren Ort/ihre Stadt Gutes tun können
AUSDRUCK: sie suchen nach einer neuen Ästhetik des Glaubens
ANGEBOTE: sie kreieren neue Formate, die Menschen ansprechen, die sich von den klassischen Angeboten von Kirche nicht angesprochen fühlen

ZwischenZeit

In den letzten Monaten hat sich ein Initiativ-Team gebildet mit den beiden Hauptamtlichen Henrike Lüers und Simon de Vries und Ehrenamtlichen aus verschiedenen Konfessionen, die dieses Anliegen teilen. Gemeinsam wollen sie mit vielen anderen in den kommenden Jahren einen Weg beginnen, der nach neuen Ausdrucksformen des Glaubens sucht. Ihr Wunsch ist es, sich auf den Weg zu machen und zu entdecken, welche Sehnsüchte noch in uns Menschen schlummern. Wie Gemeinde und Gemeinschaft in Zukunft aussehen könnten. Wie Glaube (mit-)geteilt werden kann. Die Initiative hat zunächst den Namen „ZwischenZeit“ gewählt. Dies markiert die Zeit zwischen Abbruch und Aufbruch, zwischen Fragen und Antworten, zwischen Dekonstruktion und Neugestaltung.

Und konkret?

Was passiert nun konkret?
Das wird sich zeigen mit den Menschen, die sich beteiligen.
Ideen gibt es viele: Ein Ladenlokal eröffnen, in dem sich Begegnung ereignet und Menschen ihre Herzensprojekte umsetzen können. Einen Podcast oder YouTube-Kanal starten, der Menschen auf ihrem Weg durch die Woche begleitet. Orte und Zeiten der Stille in der Stadt schaffen. Menschen zusammenbringen, die sich sonst nur noch in Kommentarspalten auf facebook beschimpfen. Formate entwickeln, in denen selbst Erdachtes, Gedichtetes und Musiziertes geteilt wird. Was genau entsteht und passiert, das wird auf dem Weg entdeckt werden.